Auswandern um Dialekte zu lernen

Viele Menschen wechseln heutzutage häufig ihren Wohnort. Sei es für Ausbildungszwecke und Praktika, aufgrund beruflicher Veränderung, durch eine Liebesbeziehung oder ähnliches. Durch das heutige flexible Leben sind Umzüge von einem zu einem anderen Ort etwas ganz normales geworden; auch das Auswandern in andere Länder ist einfacher den je.

Bei deinem Ortswechsel wird aber nicht nur verlangt die Umzugskisten von einer Wohnung zu der nächsten zu tragen, sondern um dich in der neuen Umgebung integrieren zu können, solltest du auch deine neuen Nachbarn verstehen lernen.

Deutsch ist nicht gleich Deutsch und so gibt es in jeder Ecke dieses Landes neue Wörter zu lernen. Und es wäre schade, wenn die Worte n’mooien Dag wünsch ik!, „mir gönn hüt zu mir go Kaffee trinke, chummsch? oder auch Ik heff di leev nicht verstehen würden.

 

Für mich als „Zuhausgebliebene“ ist es auch interessant mit „Ausgewanderten“ bei ihren Heimaturlauben fremde Wörter auszutauschen. Solche rätselhaften Botschaften habe ich erst gar nicht verstanden, auch wenn es sich oft nur um einige fremde Wörter handelt.

Zum Beispiel ist eine Freundin für ihre Ausbildung in das unterste Eck in Oberbayern gezogen. Sie machte aus der „Bretzel“ nicht nur die Brezn und statt einem „Fleischkäsweck“ wurde eine Leberkassemmel bestellt, sie verabschiedete sich von mir ab sofort auch immer mit Pfiadi. Brachte ich ihr nicht wie ausgemacht das blaue sondern das schwarze Kleid mit, antwortete sich nur mit einem kurzen  Passt scho und mein neues Sofa fand sie einfach nur griabig.

 

So bekommt man selbst als „Zuhausgebliebene“ einige Wörter angeboten, um das klare Hochdeutsch mit Farbe zu fühlen. Zu guter Letzt kann ich nur sagen, dieses farbenfrohe Ratschen taugt ma.

 

„Pfiats eich wohl beinand“

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