Warum dich die Behauptung der Alemanne klingt wie ein Schweizer, in Probleme bringt…

Wer sich von euch geografisch ein bisschen auskennt, weiß, dass das Alemannen-Land direkt an die Schweiz grenzt. Auf der deutschen Seite ist der Südschwarzwald gemeint, Städte wie Lörrach, Weil am Rhein oder Grenzach-Whylen fallen ein. Schweizerisch gesehen erstreckt sich das Gebiet rund um den Raum Basel.

Ökonomisch sieht die Sache wie folgt aus: unter der Woche arbeiten die Alemannen brav auf der angesprochenen Schweizer Seite, pendeln aber abends wieder über die Grenze nach Hause. Die Schweizer dagegen invadieren das Alemannen-Land lieber am Wochenende, profitieren von den (für sie) günstigeren Shopping Möglichkeiten und fahren dann mit vollen Einkaufstaschen wieder heim. Wirtschaftlich gesehen haben sich beide „Nationen“ also eine Win-Win Situation geschaffen.

Sozial gesehen können sie sich trotzdem nicht leiden. Die Schweizer verdrehen die Augen, wenn die deutschen Kollegen sie nicht verstehen (wollen) und sich dann abends aus dem Staub machen, während die Alemannen schier ausflippen, wenn der Sonntagsfahrer vor ihnen auch noch ein Schweizer Kennzeichen hat und ihnen dann am besten noch den Parkplatz vor dem Shoppingcenter wegschnappt!

Soweit also die Unterschiede der beiden Kultur-Gegner. Doch sprachlich gesehen, weisen sie überraschend viele Ähnlichkeiten auf!*

*Anmerkung der Redaktion: Erwähnt das bloß nicht gegenüber einem Vertreter der beteiligten Kulturkreise! Nur zur Sicherheit…

 

Zum Beweis, hier ein paar Beispiele:

Chumm! = meint in beiden Dialekten nichts anderes als die Aufforderung „Komm!“

Öber = wieder gebraucht in beiden Dialekten und bedeutet „jemand“

Morn = wenn man „morgen“ sagen möchte ist dies das richtige Wort, egal ob alemannisch oder schweizerdeutsch betrachtet

Fiirobend = der lang ersehnte „Feierabend“ ist gemeint—in der Schweiz und in Süddeutschland!

 

Wie ihr seht sind diese viel gebrauchten Wörter identisch in den beiden Dialekten vertreten und Fakt ist, die Liste kann man um viele weitere Begriffe so fortführen. Wir wollen aber mal lieber nicht zu viel riskieren, nicht dass dies hier noch ein tatsächlicher Alemanne liest und denk wir „sin nimmi ganz bache“! Oder ein Schweizer das nicht mehr ganz so „huregeil“ findet und uns stattdessen lieber „abschlaa“ will…

 

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